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Neuer Berufsstart als Pflegeassistent/-in

Für 14 Frauen und Männer ist in den letzten Wochen eine Zeit der beruflichen Neuorientierung zu Ende gegangen. Seit September 2009 haben sie sich im BBW sowie in kooperierenden Praxisbetrieben zu Pflegeassistenten weitergebildet. Die von der Agentur für Arbeit finanzierte Qualifizierungsmaßnahme soll den Teilnehmern den Wiedereinstieg in das Berufsleben ermöglichen. Im Herbst startet ein weiterer Kurs.

Verbindung von Theorie und Praxis
"Ich hätte nie gedacht, dass ich in der Altenhilfe arbeiten kann", erzählt Claudia Steiner. Aber als die Agentur für Arbeit ihr den Kurs zur Pflegeassistentin anbot, hat sie spontan zugesagt. Die Mutter von zwei Kindern absolvierte den Kurs in Teilzeit, zuerst die Theorie im BBW, jetzt ein Praktikum im Pflegedienst Paulinenstift in Friedrichshafen. "Ich habe das Heim und den mobilen Dienst kennen gelernt", berichtet Steiner. Jetzt arbeitet sie mit den Menschen in der Tagespflege.

"Gedächtnistraining" in der ambulanten Tagespflege im Paulinenstift der evangelischen Heimstiftung Friedrichshafen. Claudia Steiner (2.v.l.) und Pflegedienstleiterin Martina Roder (3.v.l.) suchen Wortverbindungen mit Ernst Dick und Susanne Breu.


In der Morgenrunde lesen sie gemeinsam die Zeitung, da werden Erinnerungen ausgetauscht. Vor dem Mittagessen wird geturnt und getanzt. "Nur mit den Füßen, wir dürfen sitzen bleiben", beruhigt Steiner die Tagesgäste. Ihre Begeisterung wirkt ansteckend, rechts und links neben ihr werden Beine und Arme im Takt der Musik gesteckt und gebeugt. Nicht alle Tage steigt das Stimmungsbarometer der Gäste so in die Höhe. Die meisten leiden an Demenz und müssen sich erst einfinden. Im Kurs hat Claudia Steiner mehr über die altersbedingten Krankheiten erfahren. Oft ist es die individuelle Beschäftigung mit dem Einzelnen, hinspüren, was er braucht. Mal beruhigt die Handmassage, mal hilft das Gespräch.

Neues Berufsbild geschaffen
"Pflegeassistenten unterstützen den Pflegedienst in der Pflege und Betreuung von Senioren", berichtet Kursleiterin Sabine Zander. In Absprache mit der Agentur für Arbeit gestaltet sie mit Monika Kordula, verantwortlich für das Bildungsmanagement im BBW, den Kurs. "Mit einem Umfang an 550 Stunden geht der Kurs deutlich über den gesetzlich geforderten Mindestrahmen einer Qualifizierung von 160 Stunden und zwei Wochen Praktikum hinaus", sagt Elmar Kraus, Teamleiter Markt und Integration bei der Agentur für Arbeit.
Den Bedarf an Pflegeassistenten hat der Gesetzgeber geschaffen. §45 im Pflegegesetz erwirkt die erweiterte Pflege und Betreuung von Versicherten, die Hilfe im Alltag dringend bedürfen. Die Nachfrage nach Pflegeassistenten ist groß, und der nächste Kurs im BBW ab dem 13. September 2010 ist schon in Planung. Wie schon der erste, kann auch dieser Kurs in Teil- oder Vollzeit besucht werden.

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