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Schillerstraße 15: Haus für Bildung, Rehabilitation und Teilhabe

Bildung, Rehabilitation und Teilhabe unter einem Dach findet man in Ulm in der Schillerstraße 15. Das Regionale Ausbildungszentrum Ulm (RAZ) und die Max-Gutknecht-Schule, beides Einrichtungen des BBW, sind hier mit Werkstätten, Unterrichtsräumen und  Ausbildungsbetrieben eingezogen, nachdem die bisherigen Räume für die rund 200 Auszubildenden und Schüler zu klein geworden waren. Nun wurde der neue Standort offiziell eingeweiht.

Hell, großzügig, offen: So präsentiert sich die Schillerstraße 15 (nahe Ehinger Tor) ihren Besuchern. "Dieser Standort wird in Ulm zur Marke für Bildung, Rehabilitation und Teilhabe", versprach BBW-Geschäftsführer Herbert Lüdtke den rund 90 Gästen der Einweihungsfeier. Unter dem neuen Dach könne das differenzierte Angebot von RAZ und Max-Gutknecht-Schule nun noch besser vernetzt und weiter entwickelt werden. Lüdtke hob auch die Nähe zum Münster hervor, auf das man von der Schillerstraße 15 durch zwei eigens dafür geplante Dachfenster blicke: "Aus christlicher Haltung heraus wollen wir die Gesellschaft gestalten und Wege zur Teilhabe eröffnen."

Umbau für 4,8 Millionen Euro

Auf vier Etagen mit rund 3 500 Quadratmetern sind in dem ehemaligen Fabrikgebäude der Textilfirma Herbst Werkstatt-, Unterrichts- und Sozialräume entstanden. Im Erdgeschoss ist das – schon in der Vergangenheit beliebte – RAZ-Restaurant eingezogen, wo ebenso wie in den geschmackvoll eingerichteten Bäcker- und Metzgerverkaufsläden junge Auszubildende ihre Produkte verkaufen und die Gäste umsorgen. Rund 4,8 Millionen Euro hat das BBW in die Sanierung und den Umbau investiert.

Investition in die Zukunft

Dass diese Investition sich lohne, bestätigte Dr. Berthold Broll, Vorsitzender der Stiftung Liebenau, zu der das BBW und seine Einrichtungen gehören. "Nichts wirkt nachhaltiger als Bildung. Für den Einzelnen eröffnet sie den Weg in ein selbstständiges Leben, für die Gesellschaft ist sie das Fundament der Zukunft."

Hohe Erfolgsquote

Ähnlich äußerte sich Petra Cravaack, Leiterin der Ulmer Arbeitsagentur. Bis zum Jahr 2025 werde es in der Region Ulm 24 Prozent weniger Jugendliche geben. Umso wichtiger sei es, auf dem Weg in den Beruf niemanden zu verlieren. Das RAZ mit seiner hohen Erfolgsquote sei dafür eine wichtige Einrichtung, die ihr Berufsspektrum gemäß den Anforderungen des Arbeitsmarktes kontinuierlich erweitere und damit die Chancen der Absolventen auf eine spätere Berufstätigkeit erhöhe. Anerkennung und Respekt für die fachliche Arbeit sprachen auch Dr. Thomas Frank von der Industrie- und Handelskammer und Ralph Seiffert als Vertreter der Stadt Ulm aus.

Glücksfall fürs Quartier

Als einen "Glücksfall für die Schillerstraße" bezeichnete Architekt Stephan Keppler vom Ulmer Architekturbüro Seidel das neue Gebäude, das Impulse für die Quartiersentwicklung geben könne. Gottes Segen für das Haus und die Menschen darin erbat Pfarrer Thomas Keller, stellvertretender Dekan für Ulm-Ehingen. Auch die Jugendlichen selbst meldeten sich zu Wort: In Anlehnung an die Söhne Mannheims holten sie sich tanzend und singend "den Himmel auf Erden".  

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