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Die letzte Chance am Schopf gepackt

RAVENSBURG – Christian Klöden hat es geschafft. Als Zerspanungsmechaniker gehört er zu den begehrten Fachkräften mit einem sicheren Arbeitsplatz. „So sah es nicht immer für mich aus“, berichtet Klöden. Einen wichtigen Beitrag zu seinem erfolgreichen Berufseinstieg leistete seine Ausbildung im BBW in Ravensburg.


Wende zum Erfolg

Als seine letzte Chance sieht Christian Klöden heute den Beginn seiner Ausbildung im BBW im Jahr 2008. Mit einem Bein im Knast, ohne Schulabschluss und Perspektive – so schildert der heute 24-Jährige seine damalige Lebenssituation. „Mit 17 habe ich die Schule nur selten von innen gesehen. Vor dem BBW habe ich eigentlich nur gemacht, was ich wollte“, erinnert er sich. Diese Zeit ist längst Vergangenheit. Nach dem Ausbildungsbeginn zum Metallfeinbearbeiter, einem inhaltlich reduzierten Ausbildungsberuf, folgte der Durchstieg in die Vollausbildung zum Zerspanungsmechaniker. Mehrere Belobigungen, Lehrzeitverkürzung und ein Notendurchschnitt von 1,8 zeigen, dass Christian Klöden seine Chance mit beiden Händen ergriffen hat.

Wilde Jugend ist Vergangenheit

Seit seinem Abschluss sind über vier Jahre vergangen, und Klöden hat beruflich erfolgreich Fuß gefasst. In einem oberschwäbischen Unternehmen arbeitet er als Fräser und Programmierer. Außerdem unterstützt er die Projektleitung. Berufsbegleitend hat er die Prüfung zum Technischen Fachwirt abgelegt und arbeitet inzwischen mehr am Schreibtisch als an der Maschine. Ganz weit weg ist seine wilde Jugendzeit, in der er gerade noch so die Kurve bekommen hat. „Meinen Hauptschulabschluss machte ich während der Untersuchungshaft in Hinzistobel“, berichtet er offen. „Ja, auch diese Episode ist ein Teil meines Lebens, und ich stehe dazu.“ Nur dank der guten Perspektive, die die Richterin im  Ausbildungsbeginn beim BBW sah, sei er mit einer Bewährungsstrafe davongekommen. „Dafür bin ich noch heute sehr dankbar.“

Appell an die Azubis von heute

Die Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker sei ihm relativ leicht gefallen. „Ich wollte zeigen, dass ich es kann“, beschreibt Klöden seine Motivation. Bis heute denkt er gern an die Unterstützung von Ausbildern und Bildungsbegleitern zurück. „Der Meister hatte immer eine Antwort auf meine Fragen, und die Bildungsbegleiter waren für mich da, wenn es Probleme gab.“ Bis heute hält er Kontakt zum BBW. Bei der jüngsten Abschlussfeier im Sommer 2015 stand er sogar auf der Bühne und sprach den BBW-Absolventen Mut zu: „Bleibt nicht stehen. Bildet euch weiter und nehmt so viel mit, wie ihr könnt.“
Auch die Azubis, die mitten in der Ausbildung stehen, will Christian Klöden motivieren: „Auch wenn es ab und zu einen Rückschlag gibt, entschieden wird erst am Ende der Ausbildung.“ Für ganz wichtig hält er Offenheit gegenüber Ausbildern und Bildungsbegleitern. „Das hat mir sehr geholfen.“ Deutlich fordert er die Azubis außerdem dazu auf, sich auf dem Weg zum Berufsabschluss auch selbst  anzustrengen. „Die Chancen sind zwar gut, aber die Jobs fallen auch heute nicht vom Himmel.“

 


 

Kontakt:
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erstellt am 10.11.2015





Er hat erfolgreich im Berufsleben Fuß gefasst: BBW-Absolvent Christian Klöden möchte den aktuellen Auszubildenden Mut machen und sie zum Durchhalten motivieren.