Sie sind hier:  Aktuelles & Informationen »  Presse 

Hilfsaktion: Ein mobiles Spielzimmer für Varna

RAVENSBURG/VARNA – Hilfsprojekt für Bulgarien: Vier Azubis aus dem Schreinerzentrum des Berufsbildungswerks Adolf Aich (BBW) haben gemeinsam mit ihren Ausbildern einen alten Wohnwagen restauriert und diesen in eine mobile Spielothek verwandelt – zur Freude von benachteiligten Kindern und Jugendlichen in der bulgarischen Stadt Varna.

Seit vielen Jahren unterstützt das Bulgarisch-Deutsche Sozialwerk St. Andreas Projekte in Varna und fördert dort die Integration von Sinti und Roma. Eine der Gründerinnen des Sozialwerks ist die Stiftung Liebenau, zu der auch das BBW gehört. Über diese bestehenden Kontakte kam auch die Idee zustande, eine fahrbare Spielothek für den Einsatz in den Problemvierteln Varnas zu bauen. Diese soll dazu beitragen, Kinder und Jugendliche verschiedener Altersstufen und ethnischer Herkunft zusammenzubringen und ihnen eine sinnvolle Freizeitgestaltung zu ermöglichen. Spielzimmer-Pate vor Ort: der Verein Sauchastie, der – unterstützt durch die Kommune Varna – Präventionsarbeit für Jugendliche organisiert.


Vom Wohnwagen zum Spielmobil

Gesagt, getan: Mit Spendengeldern konnte ein alter Wohnwagen gekauft werden, der sich dann in mehrwöchiger harter Arbeit im BBW vom ausgemusterten muffeligen Anhänger in ein blitzeblankes Spielmobil verwandelte. „Die Azubis haben sehr viel selbst gemacht“, lobt Ausbilder Oliver Hörger das große Engagement seiner Schützlinge. Sowieso habe die Arbeit am und im Wohnwagen „vom Inhalt her sehr gut zu der Ausbildung der angehenden Schreiner gepasst“. Denn der Wagen wurde nicht nur renoviert und für seinen neuen Zweck hergerichtet, sondern auch mit einem ganzen Arsenal an selbst produzierten Holz-Spielgeräten und anderen Utensilien bestückt: von Bauklötzen über Hockeyschläger bis hin zu Fußballtoren.


Begeisterter Empfang in Varna

13 Azubis waren insgesamt an der ganzen Aktion beteiligt. Vier von ihnen gingen mit dem Ex-Wohnwagen unter Begleitung eines Ausbilders dann auch auf die lange Reise ans Schwarze Meer. Mit Tempo 80 und der wertvollen Fracht im Schlepptau tuckerte die BBW-Truppe tagelang mit ihrem Kleinbus in Richtung Varna. Ein Erlebnis für die Jugendlichen, die zuvor noch nie so weit von zuhause weg gewesen waren. „Wahnsinnig viel Spaß“ habe die ganze Aktion gemacht, sagt zum Beispiel David Moll, einer der Azubis. Und es sei „eine komplett neue Erfahrung“ für ihn gewesen, so der 18-Jährige. Beeindruckt waren die Jungs aus Ravensburg auch davon, mit welcher Freude das bunte Spielmobil in Empfang genommen wurde. „Die Kinder waren total begeistert“, berichten Moll und seine Kollegen Sebastian Beck, Peter Schmid und Mats Pauli von der Übergabe. Schließlich verpassten die jungen Bulgaren mit Pinsel und Farbe „ihrer“ neuen Spielothek gleich noch einen zusätzlichen bunten Anstrich.


4 000 Kilometer unterwegs

Angesichts der spürbaren Begeisterung über das im BBW entstandene Spielmobil hatten sich auch die Strapazen der 4 000-Kilometer-Tour mehr als gelohnt. „Die Fahrt war schon anstrengend“, räumten die angehenden Schreiner aus dem BBW ein. Zur Belohnung gab es für das Azubi-Quartett auf der Rückreise nach Deutschland deswegen einen Zwischenstopp – zum Sightseeing in Wien. 

    

 


 

Kontakt:
Stiftung Liebenau
Abteilung Kommunikation
Sekretariat Presse
Siggenweilerstr. 11
88074 Meckenbeuren
Telefon 07542 10-1181
Telefax 07542 10-1117
vera.ruppert(at)stiftung-liebenau.de

 

 

erstellt am 18.12.2014




 

Im BBW wurde der Wohnwagen auf Vordermann gebracht...

...ehe er in Varna für Begeisterung sorgte.