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Herbert Kärcher: vom BBW-Azubi zum Küchenchef

RAVENSBURG – Nach seiner Ausbildung im BBW ist Herbert Kärcher als landesbester Beikoch von der Industrie- und Handelskammer (IHK) geehrt worden. Das war vor vier Jahren – und nur der Anfang seiner Karriere. Inzwischen hat der heute 24-Jährige auch die Lehre zum Koch bestanden und sich als Küchenchef im Gasthaus Felder Schenke in Waldburg etabliert.

"Ich mache das ja gerne"
„Am liebsten koche ich Wild. Rehbraten an hausgemachten Kroketten, Blaukraut und Salat, zum Beispiel“, sagt Küchenchef Herbert Kärcher. „Hier in der Felder Schenke bereiten wir eh alles frisch und selbst zu.“ Nachdem er sich als Beikoch vor allem um die kalte Küche und die Beilagen kümmerte, darf er als Koch seit zwei Jahren nun auch Fleisch- und Fischgerichte mit den entsprechenden Soßen zubereiten. „Schwer war nur die Theorie“, sagt Herbert Kärcher über die zusätzlichen zwei Jahre Ausbildung zum Vollkoch. „Der praktische Teil war kein Problem. Ich mache das ja gerne.“

Bei 300 Essen am Tag gelassen bleiben

In der Felder Schenke, ein Ausflugslokal mit gut bürgerlicher Küche, arbeitet Herbert Kärcher mit zwei bis drei Küchenhilfen. Viele Gäste kommen nach einer Betriebsführung der benachbarten Wein- und Essigmanufaktur „Vom Fass“ zum Essen in die Felder Schenke – meist in größeren Gruppen. „Wir haben 70 Plätze drinnen und 100 draußen. Bei schönem Wetter haben wir an Spitzentagen bis zu 300 Essen.“ Auf die Frage, wie das zu organisieren sei, antwortet der 24-Jährige gelassen: „Ich kaufe normalerweise für eine Woche ein, bereite für diesen Zeitraum vor, was geht. Bei gutem Wetter ist dann eben alles an einem Tag weg.“

„Im BBW haben sie mir Mut gemacht“

Herbert Kärcher ist stolz auf seinen Beruf und seine Position, wenn er auch meint: „Man hätte es einfacher haben und statt fünf Jahren Beikoch und Koch gleich die dreijährige Ausbildung zum Koch schaffen können. Wenn die Umstände andere gewesen wären…“ Deshalb ist er froh, dass er am BBW die Chance für seinen Traumberuf erhalten hat. „Dirk Eberhard, der Küchenleiter, und meine Bildungsbegleiterin Ingrid Aubele-Lupfer haben mir Mut gemacht, haben an mich geglaubt. Das hat mich motiviert.“

Irgendwann was Eigenes aufbauen
Motiviert ist er noch immer. „Ich möchte gerne meinen Ausbilder machen“, sagt er und fügt entschieden hinzu: „Den Meistertitel brauche ich nicht. Den zu machen, kostet viel Geld. Dabei ist er in der Region nicht gefragt. Ich müsste dann weg und das will ich nicht.“ Lieber möchte er noch einige Jahre Berufserfahrung in der Felder Schenke sammeln. Dann, später, gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder, der dieselbe berufliche Laufbahn absolviert hat wie er, „was Eigenes aufbauen, hier in der Region!“ Bis dahin ist noch ein wenig Zeit, und so lässt sich der frisch gebackene Vater nebenbei gerne von seinem am 15. Oktober geborenen Sohn in Anspruch nehmen.  

 


 

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erstellt am 01.12.2013




Vom Förderschüler zum Küchenchef: Herbert Kärcher hat seinen Weg gemacht.