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Verabschiedung von Schulleiter Albert Erb in den Ruhestand

RAVENSBURG – Albert Erb, langjähriger Schulleiter der Josef-Wilhelm-Schule des Berufsbildungswerks Adolf Aich (BBW) in Ravensburg, wurde mit einer Feierstunde in den Ruhestand verabschiedet. Kollegium, Auszubildende, Vertreter der privaten Sonderberufsschulen Baden-Württemberg und des bischöflichen Stiftungsschulamts würdigten seine Leistungen. „Sie haben die Geschicke des BBW im Laufe von 30 Jahren maßgeblich mitgestaltet und etwas bewegt“, dankte BBW-Geschäftsführer Herbert Lüdtke.


30 Jahre den Geist des Berufsbildungswerks geprägt

Zahlreiche Gäste sind zur Verabschiedung von Schulleiter Albert Erb in die Aula des BBW gekommen. In allen Grußworten wurde deutlich, wie sehr der Pädagoge im Laufe von 30 Jahren die Schulen in Ravensburg und in Ulm geprägt hat. "Sie sind im Laufe der Jahre immer mit dem BBW mitgegangen." Ob wirtschaftliche Überlegungen, Strategieentwicklung, Belegung, Stundenanpassung, Deputate, das Wohl der Kollegen und Schüler – bei Albert Erb habe das Geschehen immer einen Widerhall gefunden. "Sie fanden eine tolle Resonanz", so Lüdtke.

Einsatz für private Sonderberufsschulen

Auch an der Entwicklung der privaten Sonderberufsschulen in Baden-Württemberg war Albert Erb in ehrenamtlicher Leitungsverantwortung maßgeblich beteiligt. Dafür dankten sein langjähriger Wegbegleiter Mario Licci und sein Nachfolger Mark Bühler. "Albert Erb wurde nicht nur Lehrer, um zu unterrichten und wegen eines sicheren Einkommens. Der Beruf war für ihn Berufung und er war dazu bereit, Verantwortung zu übernehmen", sagte Licci. Durch sein Engagement habe er zum Besten für viele junge Menschen beigetragen, ihnen Mut gemacht und die Chance zur Teilhabe in der Gesellschaft gegeben.

Außerdem habe Erb erreicht, dass sich das Kultusministerium mit den privaten Sonderberufsschulen beschäftigen musste. "Leider ist ihr Status bis heute nicht geklärt", ließ er einen Wermutstropfen einfließen. Nichtsdestotrotz habe Erb den privaten Sonderberufsschulen ein Gesicht gegeben und keine Auseinandersetzung gescheut.

Empathie für die Menschen

"Sie hatten stets die Belange benachteiligter Schüler im Blick", bescheinigte Dr. Heinz-Joachim Schulzki, Schulamtsdirektor in der Stiftung Katholische Freie Schule der Diözese Rottenburg-Stuttgart, dem scheidenden Schulleiter. Bereits bei seinem ersten BBW-Besuch im Jahr 2008 habe er Erbs Empathie für die Menschen an seiner Schule gespürt, durch die er für eine unverwechselbare Beziehungsqualität sorge. Dr. Schulzki bescheinigte ihm außerdem eine Geisteshaltung, die zum Lernen ermutigt. "Er teilte die Schüler nicht in Kategorien ein. Albert Erb gab Halt, wenn es nötig war, und stärkte für die Zukunft."

Mit notwendigem Fingerspitzengefühl

Auch die BBW-Schüler ließen es sich nicht nehmen, sich von ihrem Schulleiter zu verabschieden und setzten aus großformatigen Plakaten das Wort "Danke" zusammen. "Wir haben Sie als sehr netten Menschen kennengelernt, der sich für seine Teilnehmer einsetzt", sagte Teilnehmervertreterin Ellena Steinhart. "Sie haben uns immer Mut gemacht für unsere Arbeit", ergänzte ihr Kollege Timo Fendt.

Diese Aussage gilt auch für das Lehrerkollegium. "Sie nahmen die Meinungen der Kollegen stets ernst und bezogen sie in Entscheidungen mit ein. Das hat unsere Arbeitshaltung entscheidend geprägt", lobte Bernd Vollers als Vorsitzender der Mitarbeitervertretung. Weiter bescheinigte Vollers Albert Erb das notwendige Fingerspitzengefühl, um alle Kollegen auch bei weniger angenehmen Veränderungen mit ins Boot zu holen. "So macht die Arbeit Spaß."

Lobende Worte fand auch Prokurist Christian Braun im Namen des BBW-Leitungsteams. Er beschrieb die natürliche Autorität des Schulleiters, seine ruhige und sachliche Art sowie seine Souveränität, auch in schwierigen Situationen. "Sie haben immer eine gute Balance gefunden", meinte Braun.

Eine Karikatur zur Erinnerung

Günther Sterk, Konrektor an der Förderschule Döchtbühl in Bad Waldsee, machte Albert Erb mit einer farbigen Karikatur ein ganz besonderes Geschenk. In dem detailreichen Bild, das den Schulleiter in seinem Rektorat zeigt, verwob er sämtliche Charaktereigenschaften, Vorlieben und Hobbys mit einem Augenzwinkern zu einem sympathischen Porträt.

"„Ich weiß gar nicht, wie mir geschieht. Ich bin einfach überwältigt von der Wertschätzung, von all dem was gesagt und getan wird", sagte Albert Erb und bedankte sich an erster Stelle beim Lehrerkollegium, die er als seine Kette von Edelsteinen bezeichnete. Höhen und Tiefen seien stets gemeinsam durchschritten worden. "Ich habe die Arbeit immer sehr, sehr gern gemacht, und mir war wichtig, dass das auch für die Kollegen gilt." Er sei sich sicher, dass sie ebenso hinter seinem Nachfolger Klaus Hagmann stehen werden. Außerdem dankte Erb den Abteilungsleitern aus Ravensburg und Ulm für die gute Zusammenarbeit, seiner Sekretärin Sigrid Jechow als "Seele der Schule" und nicht zuletzt seiner Familie. "Ich gehe mit Zuversicht in die neue Zeit und wünsche mir dafür nur Gesundheit", so Albert Erb.

Mit Segenswünschen zum neuen Lebensabschnitt von Tanja Pilz und einem humorvollen Lied "Mit 65 Jahren" ging die Feier zu Ende. Zeit für sich und für die Menschen, die ihm nahestehen gaben die Gäste ihrem langjährigen Schulleiter mit in den "Un-"Ruhestand.

 


 

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erstellt am 10.07.2013



Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: Karikaturist Günther Sterk (links) hat Schulleiter Albert Erb gut getroffen.

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: Karikaturist Günther Sterk (links) hat Schulleiter Albert Erb gut getroffen.

Geschenke zum Abschied: Im Namen des Lehrerkollegium dankte Gudrun Moser Schulleiter Albert Erb.

Geschenke zum Abschied: Im Namen des Lehrerkollegium dankte Gudrun Moser Schulleiter Albert Erb.

Die BBW-Schüler setzten aus großformatigen Plakaten das Wort „Danke“ zusammen.

Die BBW-Schüler setzten aus großformatigen Plakaten das Wort „Danke“ zusammen.