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MdB Martin Gerster besucht das Berufsbildungswerk Adolf Aich (BBW) in Biberach

BIBERACH – Der SPD-Bundestagsabgeordnete Martin Gerster hat die Biberacher Ausbildungswerkstätte des Berufsbildungswerks Adolf Aich (BBW) besucht. Damit folgte er der Einladung von Lehrlingen, die den Politiker angeschrieben hatten. Gesprächsstoff gab es genug: sei es das Thema Inklusion oder der steigende Kostendruck auf das BBW.


Seit 2006 auch in Biberach

Aus der ganzen Region kommen junge Menschen mit besonderem Förderbedarf in das Berufsbildungswerk Adolf Aich nach Ravensburg, um dort eine Berufsvorbereitung oder Ausbildung zu machen. Seit sechs Jahren hat das BBW auch einen eigenen Standort in Biberach. Hier im Gewerbegebiet Obere Stegwiesen werden derzeit 24 Jugendliche aus Martin Gersters Wahlkreis in diversen Metallberufen ausgebildet. Möglichst noch im Laufe ihrer Lehre sollen sie in Firmen unterkommen. "Wir geben den Jugendlichen das nötige Handwerkszeug mit, um später im Betrieb zu bestehen", so Werkstattleiter Bernd Taube. 

"Richtige Inklusionsmaschinen"

Ob das in Zukunft auch noch so sein wird, ist unklar. Das Reizthema heißt Inklusion. "Berufsbildungswerke sind gefährdet", erklärte BBW-Geschäftsführer Herbert Lüdtke dem SPD-Abgeordneten und warnte davor, im Zuge der Inklusionsdebatte pauschal alle Spezialeinrichtungen in Frage zu stellen. Stattdessen forderte er einen differenzierten Blick der Politik auf den Bildungsbereich. Als "Einrichtung auf Zeit" begleite man die Jugendlichen während einer begrenzten Phase auf dem Weg in den Beruf. Berufsbildungswerke mit ihrem Know-how böten dabei das optimale Umfeld für diesen Personenkreis und seien "richtige Inklusionsmaschinen". Denn: "Wir schaffen es, schwierige Jugendliche tatsächlich in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren."

Die meisten bekommen einen Job

Das – so Lüdtke – beweisen die alljährlichen Vermittlungszahlen: Rund zwei Drittel aller BBW-Absolventen finden dauerhaft einen Job. Trotz zum Teil enormer Benachteiligungen lerntechnischer, sozialer oder psychischer Art. Und trotz immer engerer Budgets, mit denen die insgesamt 52 deutschen Berufsbildungswerke zwischen Husum und Ravensburg zudem zu kämpfen haben. Die in der Regel von der Bundesagentur für Arbeit gezahlten Kostensätze decken den Unterstützungsaufwand und die Personaltarife nicht immer ab. Schon gar nicht bei jenen Ausbildungsleistungen, die per Ausschreibung vergeben werden. Wettbewerb ja, so Lüdtke. Aber bitte zu fairen Bedingungen. Schließlich gehe es um das Wohl der Jugendlichen und ihr Recht, eine gute Ausbildung zu bekommen.

"Keiner darf verloren gehen"

"Keiner darf verloren gehen", machte auch Sozialdemokrat Martin Gerster deutlich und wandte sich direkt an die Azubis, was sie denn selbst von Inklusion halten. "Ein umstrittenes Thema", findet Timo Fendt. Der gewählte Vertreter der BBW-Teilnehmer sieht sich jedenfalls im Berufsbildungswerk genau am richtigen Platz: "Das ganze Konzept hier gefällt mir sehr gut." Bei Schwierigkeiten werde man immer unterstützt. Und ob er eine Ausbildung auf "normalem" Wege gepackt hätte, bezweifelt er stark.

"Für das BBW einsetzen"

Was er denn als Teilnehmervertreter im BBW so mache, wollte Gerster von ihm wissen. Zum Beispiel die Meinungen der Azubis aufgreifen, Themen diskutieren und sich um die Umsetzung kümmern. "Im Endeffekt wie in der Politik auch", meinte Fendt. Seine Mitschülerin Jacqueline Burkhart hofft, dass noch viele weitere Jugendliche die Chance bekommen, im Berufsbildungswerk eine Ausbildung zu machen, und bat den Bundespolitiker: "Es wäre toll, wenn Sie sich in Berlin für das BBW einsetzen könnten!"

Eine Sitzbank als Geschenk

Und noch etwas gaben die Azubis dem Abgeordneten mit auf den Weg: eine im BBW gebaute Sitzbank. Sie wollen die Lehrlinge in einer sozialen Einrichtung nach Gersters Wahl aufstellen. Der SPD-Abgeordnete freute sich über das Geschenk und revanchierte sich mit einer Spende für die Weihnachtsfeier der Biberacher BBW-Azubis. Deren Applaus war ihm sicher.

 


 

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erstellt am 13.12.2012



SPD-MdB Martin Gerster (vordere Reihe, 2. von links) in der Biberacher Niederlassung des Berufsbildungswerks Adolf Aich

Traf sich in der Biberacher Niederlassung des Berufsbildungswerks Adolf Aich (BBW) mit Azubis, Ausbildern und der BBW-Geschäftsführung: der SPD-Bundestagsabgeordnete Martin Gerster (vordere Reihe, 2. von links).