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Praxisprojekt: Schüler tauschen Klassenzimmer mit Werkbank

FRIEDRICHSHAFEN – Grundqualifikationen lernen, Interessen erkunden und sich ein Berufsziel stecken: Sieben Schüler der Pestalozzi-Schule Friedrichshafen haben in einem mehrmonatigen Praxisprojekt wichtige Joberfahrungen gesammelt. Der in Zusammenarbeit mit dem Berufsbildungswerk Adolf Aich (BBW) sowie mit Unterstützung von Landkreis und Stadt angebotene Kurs gewährte den Jugendlichen spannende Einblicke in das Berufsfeld Metall. Zum Projektabschluss gab es Zertifikate aus den Händen von Bürgermeister Peter Hauswald und Wiltrud Bolien vom Sozialdezernat Bodenseekreis. Weitere Projekte sollen folgen.


Willkommene Abwechslung zum Schulalltag

Für die Jugendlichen – sechs Jungen und ein Mädchen – war es eine willkommene Abwechslung zum Schulalltag und eine wirksame Motivationsspritze für den weiteren Weg in Richtung Berufsleben. Einmal pro Woche tauschten sie seit Februar die Schulbank mit der Werkstatt, um dort Grundlagen der Metalltechnik kennenzulernen und zugleich auch wichtige "Soft Skills" unter Beweis zu stellen: Teamwork etwa oder auch Zuverlässigkeit und Konzentrationsfähigkeit. Dinge, die wichtig sind für das Leben und die weitere berufliche Karriere.

Jugendliche haben Förderbedarf

"Wir haben Jugendliche, die sich nicht ohne Unterstützung auf dem ersten Arbeitsmarkt positionieren können", so Pestalozzi-Schulleiter Josef Brugger, der mit dem Ravensburger Berufsbildungswerk Adolf Aich (BBW) einen passenden Projektpartner gefunden hatte. Die zur Stiftung Liebenau gehörende Bildungseinrichtung vermittelt seit über 30 Jahren junge Menschen mit besonderem Förderbedarf erfolgreich und nachhaltig in das Berufsleben – unter anderem auch in Metallberufen. Nun rief man gemeinsam – mit Unterstützung des Landkreises, der die Werkstatt in der Paulinenstraße zur Verfügung stellte – dieses Pilotprojekt ins Leben.

Eintrittskarte für Berufsleben

"Die Jugendlichen brauchen gewisse Grundqualifikationen, um auf dem Ausbildungsmarkt Chancen zu haben", erklärte Brugger. Und so standen unter der Anleitung eines BBW-Metallausbilders etwa Bohrübungen auf dem Stundenplan, aber auch konkrete Projekte wie die Produktion eines Würfelspiels oder – als Abschlussarbeit – der Bau eines LKW-Modells. "Die Schüler konnten so auch einmal über den Schultellerrand hinausblicken", sagte Manfred Haas, Abteilungsleiter Bildung und Arbeit im BBW.

Und doch war es womöglich "mehr als nur ein Schnuppern", wie Bürgermeister Peter Hauswald feststellte, sondern vielleicht sogar für den einen oder die andere eine "gute Eintrittskarte für das Berufsleben". So haben mindestens drei der Teilnehmer derart Geschmack an der Materie gefunden, dass sie später einen Metallberuf erlernen wollen. Das für ihre erfolgreiche Kursteilnahme erhaltene Zertifikat, so Hauswald, mache sich auf jeden Fall gut in den Bewerbungsunterlagen.

Offen für weitere Projekte

Die Metallwerkstatt soll kein Einzelfall bleiben. So bekräftigten alle Beteiligten ihre Absicht, in Zukunft weitere derartige Projekte – auch in anderen Berufsfeldern – für Jugendliche am Bodensee auf die Beine zu stellen.

 


 

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erstellt am 12.07.2012



Die sieben Pestalozzi-Schüler zusammen mit den Projektbeteiligten

Feierten einen gelungenen Projektabschluss: Die sieben Pestalozzi-Schüler zusammen mit (mittlere Reihe von links) den Projektbeteiligten Christoph Danielczyk (Projektleiter Pestalozzi Werkstatt Training), Sascha Igel (Verein "Jugend in Arbeit"), Monika Kordula (Berufsbildungswerk Adolf Aich) und Wiltrud Bolien (Sozialdezernat Bodenseekreis) sowie (hintere Reihe) Schulleiter Josef Brugger, Manfred Haas (Berufsbildungswerk Adolf Aich) und Bürgermeister Peter Hauswald.