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MdB Agnieszka Brugger besucht das Berufsbildungswerk Adolf Aich Ravensburg

RAVENSBURG – Auf Einladung zweier Auszubildender hat die Ravensburger Bundestagsabgeordnete Agnieszka Brugger (Bündnis 90/Die Grünen) das Berufsbildungswerk Adolf Aich (BBW) besucht. Im Gespräch mit Jugendlichen, Ausbildern und Vertretern der Geschäftsführung informierte sie sich nicht nur über die Arbeit der Einrichtung, sondern war in der BBW-Metallwerkstatt auch selbst aktiv.

Freude über Einladung

"Manchmal sind wir in Berlin doch weit weg von den Problemen der Menschen." Deshalb wolle sie ihren Wahlkreis unbedingt "bis in den letzten Winkel" kennenlernen, "um das mitzubekommen, was die Menschen bewegt." Daher habe sie sich sehr über die Einladung der BBW-Azubis gefreut, sagte Agnieszka Brugger, als sie von den Lehrlingen Dominik Geiger und Timo Fendt begrüßt wurde – zwei von über 700 Jugendlichen, die im BBW eine Ausbildung oder eine Berufsvorbereitung machen.

Aber nicht nur die beiden hatten dem Gast viel zu erzählen. Im Austausch mit den BBW-Abteilungsleitern diskutierte die Grünen-Politikerin aktuelle bildungs- und sozialpolitische Themen. So erfuhr sie aus erster Hand von dem Kostendruck, der immer schwerer auf den größtenteils über die Bundesagentur für Arbeit finanzierten Berufsbildungswerken lastet. Dabei brächten diese seit mehreren Jahrzehnten junge Menschen mit zum Teil erheblichen Benachteiligungen beruflich auf Kurs, wie die BBW-Verantwortlichen berichteten. 

Berufsbildungswerke lohnen sich

BBW-Prokurist Christian Braun bekräftigte auch den nachgewiesenen volkswirtschaftlichen Nutzen seiner Einrichtung, die gut zwei Drittel der Absolventen Jahr für Jahr erfolgreich vermittelt: "Die Investitionen in die Jugendlichen zahlen sich aus." Und was ist mit der derzeit so heiß diskutierten Forderung nach Inklusion – einem Aspekt, der den Berufsbildungswerken von mancher Seite aus abgesprochen wird? "So wie es Universitäten gibt, braucht es eben – für eine begrenzte Lebensphase – auch uns als Spezialeinrichtungen", betonte Braun. "Inklusion bedeutet auch, dass es jedem nach seinen Fähigkeiten und Interessen ermöglicht wird, seinen Platz zu finden", meinte Brugger zu diesem Thema und honorierte die vom BBW praktizierte Orientierung an den Bedürfnissen des einzelnen Jugendlichen: "Vorgefertigte Maßnahmenkonzepte werden den Menschen nicht gerecht."

"Ich habe viel von Euch gelernt"

Anschließend nahm sie sich Zeit für die Fragen der BBW-Jugendlichen: Ob es dabei um die Bereitschaft von Betrieben ging, mehr junge Menschen mit Förderbedarf zu beschäftigen, oder um die Höhe der Ausbildungsvergütung. "Auch Politiker wissen nicht auf alles eine Antwort", räumte Brugger an einer Stelle zwar offen ein, versprach aber, allen vorgebrachten Anliegen der Jugendlichen nachzugehen: "Ich habe viel von Euch gelernt und nehme das gerne mit." Interesse zeigte sie auch am Alltag der BBW-Azubis in der Berufsschule, im Internat oder in den Ausbildungswerkstätten.

Eine Sitzbank für den guten Zweck

Dort zeigten Timo Fendt und Dominik Geiger der Politikerin, wie sie das Rüstzeug für ihren späteren Job lernen. Auch Agnieszka Brugger bewies handwerkliches Geschick und half tatkräftig mit beim Zusammenschrauben einer von BBW-Azubis aus dem Holz- und Metallbereich gefertigten Bank – um dieser nach einem ersten Test in punkto Sitzkomfort die Bestnote zu geben. Das Möbelstück aus dem BBW soll nun einer sozialen Einrichtung aus der Region nach Bruggers Wahl gestiftet werden.

 

 


 

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erstellt am 26.06.2012



Metallausbilder Erwin Koch, Schlosser-Azubi Dominik Geiger und MdB Agnieszka Brugger

Hand in Hand beim Zusammenschrauben der BBW-Sitzbank: Metallausbilder Erwin Koch, Schlosser-Azubi Dominik Geiger und MdB Agnieszka Brugger (von links).