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Soziale Dienste als berufliche Chance

RAVENSBURG – 15 Teilnehmer absolvierten am Berufsbildungswerk Adolf Aich Ravensburg (BBW) der Stiftung Liebenau eine berufliche Weiterbildung. Inhalte des Kurses waren soziale Dienste wie Pflegeleistungen, Betreuung oder Fahrdienste. Gefördert wurde die Maßnahme von der Agentur für Arbeit.

 

Arbeitsmarkt eröffnet neue Chancen

Mit der Aussetzung der Wehrpflicht brechen auch die Zivis weg. Am stärksten davon betroffen ist der Pflegebereich, in dem rund 80 Prozent der Zivildienstleistenden arbeiteten. Der neue Bundesfreiwilligendienst wird diese Lücke vorerst nicht schließen. Umso stärker rührt die Agentur für Arbeit ihre Werbetrommel. Sie will langjährige Erwerbslose für die Arbeit im sozialen Bereich schulen. Gemeinsam mit Kursleiterin Sabine Zander vom Berufsbildungswerk Adolf Aich (BBW) bot die Agentur 15 Teilnehmern eine erste berufliche Weiterbildung. Ziel des Kurses war zu testen, ob die Personen für jene Jobs geeignet sind, die bislang von Zivis übernommen wurden.

Schnittstellen finden

Sie sind Elektriker, Köchin oder Kauffrau. Ein Zurück in den erlernten Beruf ist nicht mehr möglich, sei es aus gesundheitlichen Gründen, oder weil sie schon zu lange aus dem Arbeitsleben draußen sind. "Nach einer Auszeit von vier Jahren sind sie für den erlernten Beruf nicht mehr qualifiziert", erklärt Anna Opfer von der Agentur für Arbeit. "Aber sie besitzen ein großes Quantum an Wissen und Lebenserfahrung", so Sabine Zander, und genau daran will die berufliche Weiterbildung anknüpfen: "Wir wollen Schnittstellen finden", zwischen dem erlernten Beruf und sozialen Diensten. Erfahren, "was kann ich, was traue ich mir zu, wofür bin ich geeignet."

Neuorientierung im Praktikum

Die Qualifizierung dauerte vier Wochen. Im BBW wurde das Fahren für Hol- und Bringdienste trainiert. Die Teilnehmer absolvierten Kurse in Lebensmittelhygiene, EDV oder Erste Hilfe. Anschließend leisteten sie sechs Wochen lang ein Praktikum. Die Arbeit im Altersheim oder in der Behindertenhilfe diente als Orientierungsphase. Eine ehemalige Köchin berichtete: "Ich hätte nie gedacht, dass ich in der Pflege arbeiten kann. Aber die Arbeit gefällt mir." Sie hat in der Weiterbildung ihre berufliche Zukunft gefunden. So wie ein ehemaliger Industriemechaniker, der in der Betreuung und Begleitung von an Demenz erkrankten Personen tätig war.

Einstieg in den Job

Er hat das Ziel der Qualifizierung erreicht und wird nun aufgrund seiner Eignung in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis übernommen. Anderen gelang der Einstieg über einen 400-Euro-Job. Einige werden sich neu orientieren müssen. Die Bildungsmanagerin vom BBW, Monika Kordula, machte Mut, "Leben und Lernen" miteinander zu verknüpfen. "Die Qualifizierung war eine Chance", so Kordula. "Es ist wichtig, zu wissen: Ich habe das Beste daraus gemacht." Alle, die einen Anspruch auf einen Bildungsgutschein haben, konnten sich für den Kurs bewerben. Zum Abschluss gab es ein Zertifikat, das den Absolventen die Teilnahme an der Qualifizierung "Soziale Dienste" bescheinigt. "Der Kurs war ein Pilotprojekt", erklärt die Arbeitsvermittlerin Anna Opfer. Folgekurse sind geplant.

 


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erstellt am 01.09.2011

erstellt am 08.09.2011



Ein Teil des Kurses für berufliche Weiterbildung am BBW

Insgesamt 15 Teilnehmer (das Bild zeigt einen Teil des Kurses) absolvierten über die Sommermonate eine berufliche Weiterbildung am Berufsbildungswerk Adolf Aich (BBW). Sie qualifizierten sich für soziale Dienste wie Pflegeleistungen, Betreuung oder Fahrdienste. Gefördert wurde die Maßnahme von der Agentur für Arbeit. Ganz rechts: Arbeitsvermittlerin Anna Opfer von der Agentur für Arbeit Ravensburg und links neben ihr Kursleiterin Sabine Zander vom BBW.