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Norbert Zeller (MDL) informiert sich im Berufsbildungswerk

RAVENSBURG – Der Landtagsabgeordnete Norbert Zeller hat das Berufsbildungswerk Adolf Aich der Stiftung Liebenau (BBW) besucht. Gemeinsam mit der SPD-Landtagskandidatin für den Wahlkreis Ravensburg, Christel Ulmer, informierte sich der Friedrichshafener Politiker über die Arbeit des BBW und aktuelle Bildungsthemen. In der Ravensburger Bildungseinrichtung absolvieren derzeit über 700 Jugendliche mit besonderem Förderbedarf eine Berufsausbildung oder eine berufsvorbereitende Maßnahme.

 

Eltern haben Wahlfreiheit

Beim Besuch der beiden SPD-Politiker standen neben einem Blick hinter die Kulissen des zur Stiftung Liebenau gehörenden Berufsbildungswerkes auch aktuelle Themen auf der Agenda. Zum Beispiel die UN-Konvention für behinderte Menschen, die das ausdrückliche Recht auf Bildung festschreibt, und deren Konsequenzen für die schulische und die berufliche Bildung. Dabei spiele die Wahlfreiheit der Eltern eine wichtige Rolle: Soll ihr Kind an allgemeinbildenden oder an Förderschulen beschult werden? Auch auf die Berufsbildungswerke kämen in diesem Bereich ganz neue Herausforderungen zu, erläuterte BBW-Geschäftsführer Herbert Lüdtke. So werde sich insbesondere die Kooperation mit den einzelnen Förderschulen verändern.

Übergangssystem als Realität

Angesprochen wurde auch das Stichwort Berufsvorbereitung. Da heute viele Schulabgänger noch nicht ausbildungsreif sind, ist beim Übergang von der Schule in den Beruf in den vergangenen Jahren ein Übergangssystem mit einem bunten Strauß an Qualifikationsmaßnahmen entstanden. Um die Jugendlichen frühzeitig für einen Start in den Beruf fit zu machen, ist laut Lüdtke Präventionsarbeit gefragt. Der BBW-Geschäftsführer forderte in diesem Zusammenhang aber auch, das Übergangssystem als Realität anzuerkennen und dieses dementsprechend durchgängig zu gestalten.

Fachpraktiker statt Fachwerker

Ein weiteres Thema in der aktuellen Diskussion: die Entwicklung bei den so genannten Fachwerker-Berufen, deren Ausbildungsinhalte auf Menschen mit besonderem Förderbedarf abgestimmt sind und ihnen dadurch einen vollwertigen Berufsabschluss ermöglichen. Diese sollen nach Empfehlung des Bundesinstituts für berufliche Bildung (BiBB) künftig bundesweit einheitlich "Fachpraktiker"-Berufe genannt werden. Aus der Sicht des BBW – so Herbert Lüdtke – bestehe ein hoher Bedarf an solchen Ausbildungsregelungen für junge Menschen mit einer Behinderung. Für die meisten dieser Jugendlichen sei das der einzige Weg zur nachhaltigen Teilhabe am Arbeitsmarkt. So befinden sich derzeit die Berufe Fachpraktiker für personale Dienstleistungen und Fachpraktiker für Land- und Baumaschinentechnik in der Beantragung.

 



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erstellt am 27.12.2010