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Neues Schulprojekt in der Schillerstraße 15

ULM – Der Weg in den Beruf ist für alle Jugendlichen nicht einfach. Für Jugendliche mit geistigen Behinderungen sind die Hürden vor einem gelingenden Arbeitsleben jedoch besonders hoch. Immer noch beginnt und endet der berufliche Weg für Menschen mit geistigen Behinderungen oft auf dem so genannten zweiten Arbeitsmarkt, in speziellen handwerklichen Werkstätten. Damit dies nicht immer so sein muss, startete in Ulm ein neues Schulversuchsprojekt, eine Berufsvorbereitende Einrichtung (BVE).

 

Berufsvorbereitung in Kooperation

Getragen wird die BVE vom Regionalen Ausbildungszentrum Ulm (RAZ) und der Max-Gutknecht-Schule einerseits sowie der Ulmer Gustav-Werner-Schule andererseits. Sie richtet sich an Schülerinnen und Schüler von Sonder- beziehungsweise Förderschulen (ab Klasse 9). Innerhalb von drei Jahren sollen diese Schüler mit einem erhöhten Förderbedarf Schritt für Schritt auf die Anforderungen des ersten Arbeitsmarktes vorbereitet werden. Beginn in Ulm war nach den Sommerferien in der Schillerstraße 15. In dem gerade erst neu eröffneten Zentrum für Bildung, Rehabilitation und Teilhabe sind moderne Ausbildungswerkstätten und Fachräume für das Regionale Ausbildungszentrum Ulm (RAZ) und die Max-Gutknecht-Schule entstanden. Diese Räume können nun auch für die BVE genutzt werden.

Umfassende Vorbereitung auf den Arbeitsalltag

Im Haus Schillerstraße 15 erhalten die teilnehmenden Förder- und Sonderschüler in zwei BVE-Klassen je einmal wöchentlich berufsvorbereitenden Theorieunterricht in den Klassenzimmern und Fachräumen der Max-Gutknecht-Schule. An einem zweiten Schultag lernen sie in den RAZ-eigenen Werkstätten wie beispielsweise in der Backstube oder in der Großküche die betriebliche Realität kennen. So üben sie unter fachlicher Aufsicht, selbstständig und verantwortlich zu arbeiten, wie es in ihrem späteren Berufsleben gefordert sein wird. Die restlichen drei Unterrichtstage verbringen die BVE-Teilnehmer an ihren Stammschulen.

Enge Zusammenarbeit der Projektbeteiligten

Die BVE ist ein Schulversuchsprojekt innerhalb der Bildungsoffensive der Stadt Ulm. Die Stadt selbst sowie der Bezirk Biberach sind die Schwerpunktregionen dieses Projekts. Kennzeichnend sind jeweils Partnerschaften zwischen öffentlichen und privaten Schulen. An der BVE in der Schillerstraße 15 sind mehrere Institutionen beteiligt: die Stadt Ulm, das Staatliche Schulamt Biberach, die Gustav-Werner-Schule als federführende öffentliche Schule und das RAZ mit der Max-Gutknecht-Schule als private Schule. Träger des RAZ und der Max-Gutknecht-Schule ist das Berufsbildungswerk Adolf Aich in Ravensburg, ein Unternehmen der gemeinnützigen Stiftung Liebenau in Meckenbeuren.

 


Kontakt:
Stiftung Liebenau Kommunikation
Sekretariat Presse
Siggenweilerstr. 11
88074 Meckenbeuren

Telefon 07542 10-1181
Telefax 07542 10-1117

erstellt am 11.11.2010



 

Kooperationspartner der BVE in der Schillerstraße 15 in Ulm: (v.l.) Roland Groner, Schulleiter Max-Gutknecht-Schule Ulm; Birgit Simon, Abteilungsleiterin RAZ Ulm; Uli Fischer, Schulleiter der Gustav-Werner-Schule Ulm; Josef Merkle, Schulamtsdirektor Staatliches Schulamt Biberach.