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Regionales Ausbildungszentrum begrüßt neue Auszubildende

ULM – 22 Auszubildende begrüßte das Regionale Ausbildungszentrum (RAZ) des Berufsbildungswerks Adolf Aich (BBW) der Stiftung Liebenau. Die Maßnahme der Agentur für Arbeit ermöglicht Jugendlichen mit besonderem Hilfebedarf die Ausbildung zum Beikoch, zur Fachkraft im Gastgewerbe, zum Bäckerfachwerker und zur Verkaufshelferin im Bäckerhandwerk. Zum ersten Mal werden in diesem Jahr auch Fachwerker für Gebäude- und Umweltdienstleistungen und Fleischerfachverkäuferinnen ausgebildet.

 

Zuverlässigkeit und Einsatz

"Ein neuer, ein entscheidender Lebensabschnitt beginnt", sprach Lothar Scherhaufer im Wengensaal in Ulm zu den Jugendlichen. Der Vertreter von der Agentur für Arbeit, die neben dem Ausbildungsgeld auch die Maßnahmekosten trägt, motivierte die Jugendlichen, ihr Bestes zu geben. "Damit meine ich nicht nur die Noten. Wichtig ist mir, dass man sich auf Sie verlassen kann und dass Sie Fehlzeiten vermeiden. Denn nur durch Zuverlässigkeit und Einsatz kann ich später einen Arbeitgeber davon überzeugen, dass er mir eine Anstellung mit einer angemessenen Entlohnung gibt. Und das ist letztendlich unser Ziel."

Den Weg in die Selbstständigkeit finden

"Lass dich durch das, was du bist, nicht darüber täuschen, was du noch werden kannst", zitierte Birgit Simon. Die Leiterin des RAZ würdigte das Interesse der zahlreichen Angehörigen und Freunde, die die Jugendlichen bei der Aufnahmefeier begleiteten. Sie stellte Ansprechpartner und Ausbilder vor und lud die Jugendlichen ein, ihre Ausbildung aktiv mitzugestalten. Sie ermutigte sie, an ihrer Chance und ihrem wichtigen Schritt in die Selbstständigkeit gemeinsam zu bauen.

Junge Menschen zur Teilhabe befähigen

Das RAZ ermöglicht 200 jungen Menschen eine Ausbildung oder eine Berufsvorbereitende Maßnahme. "Die meisten schaffen den Abschluss", berichtete BBW-Geschäftsführer Herbert Lüdtke. Seit Beginn 1998 haben cirka 94 Prozent die Prüfungen bestanden und rund zwei Drittel direkt nach der Ausbildung eine Stelle erhalten. "Schauen Sie, dass Sie dazu gehören", mahnte er die Jugendlichen. "Abzubrechen ist nicht cool." Zusammen mit der angeschlossenen Berufsschule – der Max-Gutknecht-Schule – bildet das RAZ Ulm junge Menschen aus, um sie zur Teilhabe an der Arbeit und an der Gesellschaft zu befähigen.

Innovative Zusammenarbeit

Laut UN-Konvention von 2009 hat jeder junge Mensch das Recht auf eine Ausbildung, die seinen Begabungen und Neigungen entspricht. "Die Gesellschaft hat die Pflicht, dieses Recht einzulösen", plädierte Herbert Lüdtke. Doch das Budget ist knapp. Zunehmend werden die Maßnahmen der Agentur für Arbeit für Jugendliche mit Hilfebedarf über Ausschreibungen vergeben. Das RAZ arbeitet eng mit Unternehmen zusammen, in denen die Jugendlichen Teile der Ausbildung absolvieren. "Das RAZ Ulm hat ein breites und differenziertes Angebot an Maßnahmen, in integrativer oder kooperativer Form", bestätigte der Geschäftsführer. Dafür muss das RAZ immer wieder neue Partner finden, sowohl in der freien Wirtschaft als auch in Kooperation mit anderen Bildungsträgern wie die Caritas.

 


Kontakt:
Stiftung Liebenau Kommunikation
Sekretariat Presse
Siggenweilerstr. 11
88074 Meckenbeuren

Telefon 07542 10-1181
Telefax 07542 10-1117

erstellt am 08.09.2010



Die neuen Auszubildenden des RAZ Ulm

Mit der Aufnahmefeier am Montag, 6. September 2010 im Wengensaal, begann in Ulm für die Jugendlichen die Ausbildung am Regionalen Ausbildungszentrum (RAZ) des Berufsbildungswerks Adolf Aich (BBW) der Stiftung Liebenau.

 



Die betriebsnahe Ausbildung im Regionalen Ausbildungszentrum (RAZ) ermöglicht es jungen Menschen mit Lernbehinderung ihre Ausbildung je nach individuellen Möglichkeiten entweder von Beginn an in anerkannten Ausbildungsbetrieben aus der Region zu absolvieren oder das erste Ausbildungsjahr in den Ausbildungswerkstätten und Betrieben des RAZ in Ulm und im Anschluss in Betrieben der freien Wirtschaft. Es eignet sich für junge Menschen, die bereits in der Lage sind, in Betrieben zu arbeiten, aber noch einen gewissen Betreuungsbedarf haben.
www.raz-ulm.de