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Verabschiedung der Auszubildenden am Regionalen Ausbildungszentrum Ulm

ULM – Am Regionalen Ausbildungszentrum (RAZ) des Berufsbildungswerks Adolf Aich (BBW) der Stiftung Liebenau wurden 32 Auszubildende nach bestandener Prüfung ins Berufsleben verabschiedet. Mit den Zeugnissen gab es viele gute Wünsche von den Ausbildern und Vertretern der Handwerkskammer, der Agentur für Arbeit sowie vom Leiter des städtischen Jugendamts.

 

Start in ein eigenverantwortliches Leben

Mit dem Song "You’ve got a friend" von Carol King begrüßte das Trio "Nic Diamond and the mellow Tunes" die frisch gebackenen Absolventen des RAZ im Wengensaal. "Dieses Motto ist mit der Zeit Ihrer Ausbildung immer mehr gewachsen", sagte Abteilungsleiterin Birgit Simon. Nicht nur untereinander, sondern auch in ihren Ausbildern scheinen die jungen Erwachsenen Freunde gefunden zu haben. Denn bei der Verabschiedung fanden sie alle sehr herzliche Worte, die jedoch auch zeigten, dass für viele der Weg nicht nur ein leichter war. "Bei vielen ging der sprichwörtliche Knopf erst auf der Zielgeraden auf", so Birgit Simon.

Ausbildung ist ein Grundrecht

BBW-Geschäftsführer Herbert Lüdtke erinnerte an die UN-Charta, in der das Recht auf Ausbildung als Grundrecht definiert wird. "Menschen mit besonderem Förderbedarf brauchen dieses Recht ganz besonders, nicht nur im Hinblick auf eine bessere wirtschaftliche Verwertbarkeit." Manchmal scheine jedoch mehr zu interessieren, wie viele Auszubildende in Arbeit vermittelt werden. Erstes Ziel des BBW sei jedoch die Erfüllung eines breiten Bildungsauftrages. "Dazu gehört, dass die jungen Menschen die Gestaltung ihres Lebens eigenverantwortlich in die Hand nehmen können", betonte Lüdtke. Zusammen mit den Ausbildern freue er sich, dass 30 von 31 Jugendlichen die Schulprüfung und 24 von 26 die Ausbildung am RAZ bestanden hätten. Auch in diesem Jahr haben 60 bis 70 Prozent im Anschluss eine Stelle. "Eine abgeschlossene Ausbildung gehört zu einer guten Identität, auf die man stolz sein kann", lobte Lüdtke.

Unterstützung in der schwierigen Phase des Übergangs

Von der Handwerkskammer Ulm gratulierte Ausbildungsberater Martin Maier den Absolventen: "Betriebe, Ausbilder, Eltern und Freunde waren Ihnen eine Stütze, aber die eigentliche Leistung haben Sie gebracht." Ebenso wie Lothar Scherhaufer von der Agentur für Arbeit dankte er dem RAZ für die gute Zusammenarbeit. "Sie haben jetzt eine gute Grundlage, auf der Sie ihr Berufsleben aufbauen können", fügte Scherhaufer hinzu. Helmut Hartmann-Schmid, Leiter des Ulmer Jugendamts, hob das erfolgreiche Zusammenspiel der verschiedenen Kräfte und Institutionen hervor. "Es ist wichtig, dass die Jugendlichen in der schwierigen Phase des Übergangs die notwendige Unterstützung bekommen", sagte er. Die Zahl der jungen Fachkräfte werde auch in Ulm zurückgehen. Daher werde jeder gebraucht, und man müsse auch wiederholte Chancen geben.

Sonderpreise für vier Auszubildende

Mit "What a wonderful world" trafen "Nic Diamond and the mellow Tunes" musikalisch erneut ins Schwarze, nahmen doch alle Ex-Azubis voller Freude ihre Zeugnisse in Empfang. Sonderpreise bekamen Carmen Richter, Peter Leicht, Sebastian Pfarr und Sabrina Maka für besonderes Engagement, Kraft und Durchsetzungsvermögen. "Sie leisteten Dinge, die nicht in Noten zu messen waren", begründete Birgit Simon.

 

Die Absolventen des RAZ Ulm:

Beiköche: Maximilian Dürr, Manuel Eck, Phillipe Hofmann, Joshua-Rene Mertel,  Christine Seifried, Lukas Faulhammer

Fachkraft im Gastgewerbe: Marcel Eberhardt, Harun Bahadir

Verkaufshelferin im Bäckerhandwerk: Yasemin Yildirim, Sabrina Gepperth, Carmen Richter, Natalie Reiser, Gülten Sarioglu, Hilal Kolcak

Bäckerfachwerker: Mehmet Colak, Sabine Winterscheidt, Uwe Giersch, Tolga Özdemir, Georg Kral (ext.)

Verkäufer: Sebastian Amughoro, Sabrina Maka, Aydin Oktay (ext.), Regina Eirich (ext.), Djejljana Huseni (ext.), Arta Vrankaey (ext.)

Autofachwerker: Florian Speidel, Onur Isildak (ext.)

Gartenbaufachwerker: Peter Leicht, Sebastian Pfarr, Kevin Schöttle (ext.), Michael Schwemler (ext.)

 


Kontakt:
Stiftung Liebenau Kommunikation
Sekretariat Presse
Siggenweilerstr. 11
88074 Meckenbeuren

Telefon 07542 10-1181
Telefax 07542 10-1117

erstellt am 30.07.2010



Die Absolventen des Regionalen Ausbildungszentrums Ulm

Abschied vom Regionalen Ausbildungszentrum Ulm: Die ehemaligen Auszubildenden freuen sich über ihren Abschluss und den Start ins Berufsleben.

Foto: Wörner

 



Die betriebsnahe Ausbildung im Regionalen Ausbildungszentrum (RAZ) ermöglicht es jungen Menschen mit Lernbehinderung ihre Ausbildung je nach individuellen Möglichkeiten entweder von Beginn an in anerkannten Ausbildungsbetrieben aus der Region zu absolvieren oder das erste Ausbildungsjahr in den Ausbildungswerkstätten und Betrieben des RAZ in Ulm und im Anschluss in Betrieben der freien Wirtschaft. Es eignet sich für junge Menschen, die bereits in der Lage sind, in Betrieben zu arbeiten, aber noch einen gewissen Betreuungsbedarf haben.
www.raz-ulm.de