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Auszeichnung für Absolventen des Berufsbildungswerks Adolf Aich gGmbH

RAVENSBURG/TETTNANG – Als bester Beikoch Baden-Württembergs ist Herbert Kärcher von der Industrie- und Handelskammer (IHK) geehrt worden. Der 20-jährige Absolvent des Ravensburger Berufsbildungswerks Adolf Aich (BBW) und Mitarbeiter in der "Frohen Aussicht" in Tettnang konnte jüngst beim Festakt in Mannheim seine Auszeichnung entgegennehmen.

RAVENSBURG/TETTNANG – Als bester Beikoch Baden-Württembergs ist Herbert Kärcher von der Industrie- und Handelskammer (IHK) geehrt worden. Der 20-jährige Absolvent des Ravensburger Berufsbildungswerks Adolf Aich (BBW) und Mitarbeiter in der "Frohen  Aussicht" in Tettnang konnte jüngst beim Festakt in Mannheim seine Auszeichnung entgegennehmen.

Koch war schon immer der Traumjob

Empfang, Musik, gutes Essen und ein fünfstündiges Programm, moderiert von TV-Star Anke Engelke  – die IHK-Preisverleihung in Mannheim war ein großes Erlebnis für den frisch gekürten Landesbesten. In den Schoß gefallen ist ihm diese Auszeichnung freilich nicht. "Wir sind sehr oft umgezogen, mein Zwillingsbruder und ich mussten fünf oder sechs Mal die Schule wechseln", blickt er zurück. In der Grundschule war das noch kein Problem, aber mit der Hauptschule hat es dann irgendwann nicht mehr geklappt, die Brüder kamen auf die Förderschule und anschließend ins Berufsvorbereitungsjahr (BVJ). Auch dort waren die Noten zunächst nicht besonders gut, aber, sagt der junge Mann, "Koch zu werden, war schon immer mein Berufswunsch."

Zur Ausbildung ins BBW

Da blieb nur eins: "Ich hab’ mich hingesetzt und richtig was getan." Mit Erfolg: Herbert Kärcher machte den Hauptschulabschluss nach und begann im BBW in Ravensburg seine dreijährige Ausbildung zum Beikoch. Nach dem ersten Lehrjahr im BBW ging es mit der praktischen Ausbildung in der "Frohen  Aussicht" in Tettnang weiter, einem Kooperationsbetrieb der Ravensburger Bildungseinrichtung. Zwei Jahre lernte der junge Mann bei seiner Chefin Ursula Singer alles, was ein Beikoch können muss: kalte Küche, Salate, Beilagen, Fleisch- und Fischgerichte, Suppen und Soßen. Am liebsten freilich, verrät Herbert Kärcher, hat er Desserts zubereitet: "Parfaits und Sorbets vor allem."

Prüfung: 93 von 100 Punkten

Was er in der praktischen Ausbildung und in der Berufsschule im BBW gelernt hat, stellte der Azubi im vergangenen Juli bei der dreitägigen Abschlussprüfung unter Beweis: 93 von 100 möglichen Punkten schaffte er und sagt stolz: "Das ist eine Eins." Sein gemischter Frühlingssalat, das rosa gebratene Rumpsteak mit Folienkartoffeln, Brokkoligemüse, Grilltomate und Kräuterbutter und die Joghurtcreme auf Kiwispiegel mit frischen Früchten der Saison haben die Prüfer überzeugt. Genauso wie Herberts Umgang mit den Lebensmitteln, seine Arbeitsweise und -organisation und nicht zuletzt die Hygiene am Arbeitsplatz.

Mit Vollkochausbildung begonnen

Nach seiner Ausbildung im BBW, für die er nach eigener Aussage sehr dankbar ist, ist der junge Mann nun schon in die nächste Etappe gestartet: die zum Vollkoch nämlich. 2011 will er fertig sein und dann vielleicht die Meisterschule anschließen. Seine Freundin wird sich aber auch schon vorher auf so manches leckere Gericht freuen können – für sie kocht er nämlich auch privat.

Von: Sabine Centner, erstellt am 17.12.2009



Herbert Kärcher seinem Arbeitsplatz

Ist als landesbester Beikoch ausgezeichnet worden: Herbert Kärcher, hier an seinem Arbeitsplatz in der "Frohen Aussicht" in Tettnang.

Foto: Centner

 

Bei der IHK-Ehrung

Strahlten bei der IHK-Ehrung um die Wette: Preisträger Herbert Kärcher (links) und der Leiter der BBW-Betriebsgastronomie Dirk Eberhardt.

Foto: privat