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Neues Kursangebot für Berufsrückkehrerinnen

Hilfe für Frauen, die wieder in den Beruf starten wollen, bietet das Projekt "PROVI". Das neuartige Kursangebot hilft, das eigene Berufsprofil zu schärfen, und vermittelt Qualifizierungs-, Praktikums- oder Ausbildungsangebote.

Träger sind das Berufsbildungswerk Adolf Aich der Stiftung Liebenau und das Berufliche Fortbildungszentrum der Bayeri-schen Wirtschaft (bfz), die Finanzierung erfolgt durch den Europäischen Sozialfonds und den Bereich Grundsicherung der Agentur für Arbeit.

Arbeitssuche mit Profil

Der Neustart nach der Familienpause ist nicht einfach. Davon können viele Frauen Geschichten der unterschiedlichsten Art erzählen. Kommt jedoch zur Pause in der beruflichen Karriere noch ein zweiter Grund, warum eine Anstellung nicht so einfach zu finden ist -mangelnde EDV Kenntnisse zum Beispiel, fehlende Kinderbetreuung oder Fahrgelegenheit- wird die Stellensuche mit Handicap zum Problem.

Profiling und Qualifikation

Diese Situation kann jedoch auch als Chance zum neuen Anfang gesehen werden. Hier setzt das Projekt "Provi" an. Es bietet, so der volle Titel, "Profiling und vernetzte individuelle Qualifikation für Alleinerziehende". Jeweils 16 Teilnehmerinnen besuchen sechs Monate lang vormittags einen Weiterbildungskurs. Die Kosten werden von der Agentur für Arbeit, Bereich Grundsicherung, und dem Europäischen Sozialfonds getragen. Für die Teilnehmerinnen ist er kostenfrei, Fahrt- und Kinderbetreuungskosten werden erstattet.

Persönliche und berufliche Einschätzung

Innerhalb der ersten vier Wochen werden die Teilnehmerinnen hinsichtlich ihrer beruflichen Möglichkeiten eingeschätzt. Auch die persönliche Situation und die Frage der Kinderbetreuung werden dabei thematisiert. "Wir möchten in der Profilingphase ein klares Bild von den Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt für jede Teilnehmerin erstellen. So können wir individuell in die Qualifizierungsphase starten", sagt Monika Schanz vom bfz. Zusammen mit Monika Kordula vom BBW hat sie die Projektidee entwickelt und die Bezuschussung durch den Europäischen Sozialfonds erwirkt.

Erprobung in der Praxis

In der anschließenden Qualifizierungsphase erhalten die Teilnehmerinnen Einblicke in ausgewählte Tätigkeiten und Berufsfelder. Von der kaufmännischen Qualifizierung in einer kleinen Übungswerkstatt über Lötkurse bis zu Trainingsprogrammen in Berufen des Hotel- und Gaststättengewerbes kann die Qualifikation an persönliche Stärken und Arbeitsmarktanforderungen angepasst werden. In einem Praktikum, das Teilnehmerinnen und Kursträger gemeinsam suchen, wenden die Frauen das Gelernte dann unter Realbedingungen an.

"Wir bieten den Teilnehmerinnen keine neue Ausbildung, dafür ist die Zeit zu knapp. Aber wir können die Kenntnisse, die da sind, aktualisieren und erweitern oder auch den Blick für ganz neue Perspektiven öffnen und vielleicht einen Ausbildungsplatz vermitteln", beschreibt Karin Winkler. Nicht immer könnten alle individuellen Wünsche erfüllt werden, weiß sie. Schließlich müssen die persönlichen Fähigkeiten zum Bedarf am Arbeitsmarkt passen. "Trotzdem tun alle Beteiligten, nicht zuletzt die Teilnehmerinnen selbst, ihr Bestes, um aus Arbeitssuchenden zufriedene Arbeitnehmerinnen zu machen", ist sie überzeugt.

Nachfrage ist groß

"Wir freuen uns sehr über die neue Projektidee und das vernetzte Arbeiten zweier starker Partner hier in Ravensburg. Der Ansatz aus Profilerstellung und individueller Unterstützung klingt außerordentlich viel versprechend", freut sich Elmar Kraus, Teamleiter SGB II der Bundesagentur für Arbeit Ravensburg, der das Projekt von der ersten Stunde an unterstützte. Auch bei den angesprochenen Berufsrückkehrerinnen kam das Angebot gut an. Bereits vor Kursbeginn hatte Arbeitsvermittlerin Ingrid Riegger viele interessierte Teilnehmerinnen gewonnen. Und für den zweiten Kurs, der im Mai 2009 beginnt, gibt es bereits eine Warteliste

erstellt am 03.03.2009



Weiterbildung bei Provi

Weiterbildung bei "Provi"

Kursteilnehmerinnen bei Provi

Kursteilnehmerinnen bei "Provi"