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Reha-Berater besuchen das Berufsbildungswerk Adolf Aich

Ein Berufsbildungswerk ist für viele Menschen mit einer Lernbehinderung die einzige Chance auf eine berufliche Perspektive. Ihre erste Anlaufstelle auf der Suche nach einer passenden Lehrstelle: der zuständige Berater bei der regionalen Agentur für Arbeit, der die Jugendlichen dann für eine Ausbildung in einer solchen Einrichtung anmeldet.

Auf Einladung der BBW Adolf Aich gGmbH haben sich nun Reha-Berater aus den Agenturbezirken Kempten, Rottweil, Villingen-Schwenningen und Ravensburg vor Ort ein Bild vom Ausbildungsalltag gemacht.

Das BBW informierte bei diesem Anlass über sein umfangreiches Qualifizierungs- und Ausbildungsangebot, das neben berufsvorbereitenden und begleitenden Maßnahmen eine Auswahl an 43 Ausbildungsberufen – vom Holzfachwerker bis hin zum Altenpflegehelfer – umfasst.

Dabei, so BBW-Geschäftsführer Herbert Lüdtke, werde man sowohl den Wünschen der Agentur für Arbeit nach Integration in den Arbeitsmarkt als auch den speziellen Bedürfnissen der Jugendlichen gerecht. So hat das BBW einen speziellen Diagnostikbereich geschaffen, um der zunehmenden Zahl junger Menschen mit ADHS-Krankheitsbildern sowohl im Werkstattbereich als auch im Wohnbereich adäquat begegnen zu können.  "Da sind wir kompetent", sagte er zu seinen Gästen, die anschließend bei einem Rundgang selbst Werkstattluft schnuppern konnten und den Azubis beim Schweißen, Sägen und Lackieren über die Schultern schauten.

"Wir wollen den Reha-Beratern zeigen, wo die von ihnen angemeldeten Teilnehmer sind und wie es diesen bei uns geht", erläuterte Abteilungsleiter Oliver Schweizer den Sinn eines solchen Infotages. Er und seine Kollegen der Bildungsbegleitung spielen im Konzept der beruflichen Rehabilitation eine zentrale Rolle: "Vom ersten Tag im BBW bis zur Vermittlung betreuen wir die Teilnehmer", erklärte Schweizer und betonte dabei den Stellenwert dieser individuell abgestimmten Förderung – auch abseits der Werkbank, zum Beispiel in den Wohngruppen des BBW-eigenen Internats. Eine Anstrengung, die Früchte trage: "Unsere Arbeit schlägt sich in guten Vermittlungszahlen nieder", meinte Schweizer mit Blick auf die hohen Erfolgsquoten des Ravensburger BBW.
Erfreuliches berichtete er auch von seinen Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit externen Firmen, die das BBW in mehreren Integrationsprojekten pflegt. Schweizer: "Die soziale Verantwortung der Betriebe ist durchaus spürbar."

erstellt am 29.05.2007



Führung durch die Ausbildungswerkstätten


Foto (Klaus): Oliver Schweizer (links) führt die Reha-Berater durch die Ausbildungswerkstätten des BBW.