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Reif für die Ausbildung: Abschluss der Berufsvorbereitung

RAVENSBURG – Zum Schuljahrsende haben 67 junge Menschen mit besonderem Teilhabebedarf ihre Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BvB) am Berufsbildungswerk Adolf Aich (BBW) abgeschlossen. Rund 80 Prozent von ihnen starten gleich nach den Sommerferien in eine Berufsausbildung. Viele brachten sich vorher noch aktiv bei der Absolventenfeier ein, zu der BvB-Betriebsleiter Hugo Glückler auch viele Angehörige und BBW-Mitarbeiter begrüßte.

In elf Monaten zum Ziel

„Wer sein Ziel im Auge behält, wird es erreichen, auch wenn das eine oder andere Tal dazwischenliegt“, sagte Christian Braun, Geschäftsführer des Liebenau Berufsbildungswerks, in seiner Rede. Fit werden für eine Berufsausbildung – das ist das große Ziel der elfmonatigen BvB. „Dabei sehen wir uns als Lotsen und Begleiter: Wir unterstützen jeden einzelnen dabei, die für ihn passende berufliche Lösung zu finden“, so Braun. Die meisten des Jahrgangs 2016/2017 sind nun tatsächlich reif für eine Lehre: 54 der 67 Absolventen beginnen im September eine Ausbildung, 53 davon im BBW.

Den passenden Beruf finden

Zu Beginn ihrer BvB durchliefen die Teilnehmer eine Eignungsanalyse, ergründeten gemeinsam mit Sozialpädagogen, Psychologen, Ausbildern und Ärzten die eigenen Stärken, den Aufholbedarf und die Vorlieben. Daraufhin absolvierten sie eine Orientierungsphase, während der sie verschiedene Tätigkeitsfelder kennenlernten. Je nach Talent und Interesse, insbesondere auch in Rücksprache mit den Bildungsbegleitern, trafen sie schließlich eine Berufswahl. Den einen zog es in den Metall- oder Holzbereich, die andere lockte die Raumgestaltung, der Verkauf oder die Gastronomie.

Schule mit Highlights erleben

Seit Januar widmeten sich die Teilnehmer dann in Theorie und Praxis der gewählten Tätigkeit; sieben absolvierten parallel dazu ihren Hauptschulabschluss. Highlight jeder Fachrichtung war ein Projekt. So bauten und programmierten die Absolventen des Bereichs Fachinformatik Roboter aus Lego. Die potenziellen Maler und Raumausstatter ließen ihrer Kreativität in einem Filmprojekt freien Lauf und drehten einen humorvollen Rundgang durch das BBW als Info-Film für künftige BvBler. Stolz präsentierten beide Gruppen ihre Projekte: Unter den Augen der Zuschauer bewegten sich zwei intelligente Fahrgeräte auf einem Tisch und machten, wozu sie programmiert wurden: einer Farbspur folgen oder nach einem Ball greifen. Auch die Filmausschnitte aus dem Rundgang durchs BBW kamen gut an.

Selbstbewusst in die Ausbildung starten

„Es ist wichtig und schön, dass sich die jungen Menschen selbst aktiv einbringen, so stärken sie ihr Selbstbewusstsein“, freute sich BvB-Betriebsleiter Hugo Glückler. Das konnten die BvBler übrigens auch außerhalb der Schule beim Wandern, Bogenschießen, bei der Gesundheitswoche oder den Hüttentagen, wie eine Foto-Show eindrucksvoll zeigte. Weitere Jugendliche beteiligten sich mit musikalischen Einlagen im Solo und mit Band. Schließlich bedankt sich Absolventin Gina Kramper in einer eigenen Rede „bei den pädagogischen Fachkräften, die nicht nur wichtige Begleiter und Ansprechpartner gewesen sind, sondern auch als Menschen immer für uns da waren. Jetzt können wir gut gerüstet in die Ausbildung starten“.


erstellt am 01.08.2017



Etappenziel erreicht: 67 Jugendliche mit besonderem Teilhabebedarf haben die Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BvB) am BBW abgeschlossen.

Etappenziel erreicht: 67 Jugendliche mit besonderem Teilhabebedarf haben die Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BvB) am BBW abgeschlossen.


Stolz präsentierten drei Vertreter des insgesamt fünfköpfigen IT-Projekts intelligente Fahrgeräte, die einer Farbspur folgen oder nach einem Ball greifen.

Stolz präsentierten drei Vertreter des insgesamt fünfköpfigen IT-Projekts intelligente Fahrgeräte, die einer Farbspur folgen oder nach einem Ball greifen.