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Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis zu Gast in der Ulmer Max-Gutknecht-Schule

ULM – Die SPD-Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis hat die Max-Gutknecht-Schule des Berufsbildungswerks Adolf Aich (Stiftung Liebenau) in Ulm besucht und sich über berufliche Möglichkeiten für junge Menschen mit Behinderung informiert.


Ein solches Angebot, dass sich insbesondere an Förderschüler mit einer geistigen Behinderung richtet, ist die sogenannte Berufsvorbereitende Einrichtung – kurz: BVE. Ziel dieser Maßnahme ist es, die jungen Teilnehmer so für den allgemeinen Arbeitsmarkt vorzubereiten, dass sie – zum Beispiel im Zuge der Nachfolgemaßnahme „KoBV“ – eine Arbeitsstelle antreten oder vielleicht sogar eine theoriereduzierte Berufsausbildung machen können. In der BVE erhalten sie die notwendigen Schlüsselqualifikationen und legen so den Grundstein für den Einstieg ins Berufsleben.

Kooperation mit Gustav-Werner-Schule

17 junge Menschen nehmen aktuell in der Max-Gutknecht-Schule (MGS) an einer BVE-Maßnahme unter Federführung der Ulmer Gustav-Werner-Schule teil. Sie bekommen neben den üblichen allgemeinbildenden Fächern einen praxisbezogenen Fachunterricht und absolvieren Praktika in Partnerbetrieben. Darüber hinaus lernen die Schüler  während der ein- bis dreijährigen BVE auch lebenspraktische Dinge, um später ihr Leben möglichst selbst in die Hand nehmen zu können. Wie das Ganze im Alltag funktioniert, darüber berichtete die BVE-Verantwortliche Andrea Goldbeck dem Gast aus der Politik aus erster Hand. Auch, dass Praktikumsfirmen und Unternehmen mit Interesse an der dauerhaften Beschäftigung von Menschen mit Handicap natürlich immer willkommen seien.

200 Schüler mit besonderem Teilhabebedarf

Darüber hinaus informierte sich Hilde Mattheis über die anderen Bildungsangebote der MGS und des ebenfalls in der Schillerstraße 15 beheimateten Regionalen Ausbildungszentrums (RAZ) Ulm – auch dies eine Einrichtung des Berufsbildungswerks. In enger Kooperation werden hier junge Menschen mit besonderem Teilhabebedarf – zum Beispiel Jugendliche mit Lernbehinderung – auf den Start ins Berufsleben vorbereitet oder ausgebildet. Insgesamt 200 Schüler drücken derzeit in der MGS die Schulbank, wie Schulleiter Roland Groner berichtete.

Wo drückt der Schuh?

Wo gibt es aus Sicht der Schule Probleme, wollte MdB Mattheis konkret wissen. „Seit ein paar Jahren werden die Bedingungen immer schlechter“, erläuterte Groner und verwies auf den ungünstigen Klassenteiler bei gleichzeitig steigendem Unterstützungsbedarf der Jugendlichen. Denn mit einer „normalen“ Berufsschulklasse seien die Schüler der MGS – immer mehr von ihnen weisen psychische Störungen auf, haben ADHS oder sind Autisten – nicht zu vergleichen. „Aber das sieht man unseren Jugendlichen auf den ersten Blick nicht an.“ Ein weiteres Problem: die zu knapp bemessenen Sachkostenzuschüsse. In dieser Hinsicht  werde man den öffentlichen Berufsschulen gleichgestellt, dabei habe man eine völlig andere Klientel, betonte Groner. Hilde Mattheis versprach, diese Eindrücke mitzunehmen und sich in ihrem politischen Netzwerk für die Anliegen der Max-Gutknecht-Schule einzusetzen.

Interesse an Flüchtlingsklassen

Neben der BVE und der Berufsausbildung in der Schillerstraße 15 interessierte sich die Bundespolitikerin nicht zuletzt auch für den Stand der Dinge in den beiden Flüchtlingsklassen der MGS. „Die ersten Schüler dieses Vorqualifizierungsjahres Arbeit/Beruf ohne Deutschkenntnisse (VABO) werden im Februar 2017 fertig“, so Schulleiter Roland Groner.

 


 

Kontakt:
Stiftung Liebenau
Abteilung Kommunikation und Marketing
Vera Ruppert, Pressearbeit
Siggenweilerstr. 11
88074 Meckenbeuren
Telefon 07542 10-1181
vera.ruppert(at)stiftung-liebenau.de

www.stiftung-liebenau.de

 

 

 

erstellt am 16.12.2016



Zu Gast im Ausbildungsrestaurant in der Schillerstraße 15: Die Ulmer SPD-Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis (li.) hat die Max-Gutknecht-Schule und das Regionale Ausbildungszentrum (RAZ) besucht und sich über das dortige Bildungsangebot informiert.

Zu Gast im Ausbildungsrestaurant in der Schillerstraße 15: Die Ulmer SPD-Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis (li.) hat die Max-Gutknecht-Schule und das Regionale Ausbildungszentrum (RAZ) besucht und sich über das dortige Bildungsangebot informiert.