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Zeitgemäßer Metallberuf mit Zukunft

RAVENSBURG - Rund 50 unterschiedliche Ausbildungsberufe hat das Berufsbildungswerk Adolf Aich (BBW) in seinem Angebot. Einer davon: die Fachkraft für Metalltechnik, der modernste unter insgesamt sieben Metallberufen im BBW.


Ein ganz neuer Ausbildungsberuf

"Der Ausbildungsberuf Fachkraft für Metalltechnik ist ein ganz neuer und moderner Beruf, der im BBW seit 2015 angeboten wird", schwärmt Thomas Rapp, Betriebsleiter Metall und erklärt: "Die Fachkraft für Metalltechnik löst elf so genannte Altberufe aus der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts ab, darunter zum Beispiel den Teilezurichter." Den neuen Ausbildungsberuf gibt es in vier Fachrichtungen. In zweien, der Zerspanungs- und der Montagetechnik, bildet das BBW aus. Insgesamt absolvieren derzeit elf junge Menschen die Ausbildung zur Fachkraft für Metalltechnik am BBW, fünf im Rahmen einer sogenannten BaE-Maßnahme und einer Regelausbildungszeit von zwei Jahren, sechs im teilnehmerbezogenen BBW-Modus mit fachtheoretischem Stütz- und Förderunterricht und einer daher verlängerten Ausbildungszeit von drei Jahren.

Ausbildung mit moderner Technik

"Die Anforderungen sind einfach höher geworden", sagt Ausbilder Erwin Koch. "Ein Angestellter im Bereich Metall muss heute auch mit CNC-gesteuerten Dreh- und Fräsmaschinen umgehen können. Hier am BBW können sich unsere Jungs intensiv mit der modernen Technik beschäftigen und haben so bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt." Die Aufgaben gliedern sich entsprechend der gewählten Fachrichtungen: Fachkräfte der Fachrichtung Zerspanungstechnik fertigen Bauteile, vor allem für den Fahrzeug- und Maschinenbau, durch manuelles, maschinelles und CNC-gesteuertes Fräsen, Schleifen oder Drehen. Fachkräfte der Fachrichtung Montagetechnik montieren Bauteile zu Baugruppen oder Baugruppen zu Maschinen. 

Technisches Interesse ist gefragt

"Idealerweise hat ein Auszubildender zur Fachkraft Metalltechnik die Hauptschule mit mittleren Leistungen absolviert. Er sollte technisches Interesse und Verständnis sowie ein räumliches Vorstellungsvermögen mitbringen, aber auch Spaß am feinmotorischen Arbeiten haben", fasst der Betriebsleiter die Anforderungen an die jungen Menschen zusammen und ergänzt: "Zurzeit haben wir zwar nur männliche Auszubildende, doch können Frauen diesen Beruf genauso gut ausüben, da spricht nichts dagegen. Wichtig ist nur, und das gilt für alle: Die Chancen sind bestens, wenn einer den Willen hat." Sowohl der Betriebsleiter als auch der Ausbilder sind überzeugt, dass die ausgebildeten Fachkräfte je nach Fachrichtung von Zerspanungsbetrieben, Montagefirmen oder im Maschinenbau gerne eingestellt werden.

Beste Jobchancen

Die Vermittlungsquote in den übrigen sechs Metallberufen am BBW – Fachpraktiker für Metallbau, Industriemechaniker/-in, Metallbauer/-in Fachrichtung Konstruktionstechnik, Metallfeinbearbeiter/-in, Zerspanungsmechaniker/-in und Fachpraktiker für Zerspanungsmechanik – liegt bei rund 70 Prozent.

erstellt am 01.08.2016



Praxisnahe Ausbildung in der BBW-Metallwerkstatt: zwei Azubis bei der Endmontage eines Luftmotors.