Das Gesicht der Stiftung Liebenau Bildung

Er lächelt von Plakaten und Stellwänden, er begegnet einem im Internet, in Zeitungsanzeigen, Prospekten und auf Flyern: Malte Eisenberg ist eines der neuen „Gesichter“ der Stiftung Liebenau und Aushängeschild des Aufgabenbereichs Bildung. Das passt perfekt, steht der 19-jährige Schreiner-Azubi doch kurz vor dem Abschluss seiner Ausbildung im Berufsbildungswerk Adolf Aich (BBW) in Ravensburg – und ist auch sonst ausgesprochen engagiert.

„Models gesucht“ hieß es im vorigen Jahr, als der neue Markenauftritt der Stiftung Liebenau langsam Konturen annahm. Gefragt waren „echte“ Gesichter, also Menschen, die in der Stiftung  Liebenau leben, arbeiten oder – wie Malte Eisenberg – an einer Bildungsmaßnahme teilnehmen. Der 19-Jährige macht im BBW in Ravensburg eine Ausbildung zum Fachpraktiker für Holzverarbeitung und lebt im dortigen Wohnheim. Und als es darum ging, die Azubis bei Video- und Fotoaufnahmen visuell in Szene zu setzen, war er damals gleich mit dabei: „Ich mache da einfach mit“, so seine spontane Zusage.

„Hey, das bist ja du“
Das Foto-Shooting klappte so gut, dass Malte Eisenberg nicht nur in die enge Auswahl kam, sondern schließlich sogar als Hauptmotiv für den ganzen Bereich Bildung ausgesucht wurde. „Da war ich schon überrascht“, meint er. Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Als die ersten metergroßen Banner mit seinem Konterfei bei Messeauftritten des BBW zum Einsatz kamen, wurden ihm die entsprechenden Schnappschüsse gleich aufs Handy geschickt: „Hey, guck mal, da bist ja du drauf“, schrieben ihm seine Freunde und Kollegen.

Engagement für Mitschüler und Azubis
Mittlerweile werde er zwar nicht mehr so oft auf die Fotos angesprochen. Bekannt ist sein Gesicht im BBW aber allemal. Und das nicht nur wegen der Plakate und Flyer, sondern insbesondere auch als Mitglied – und seit diesem Jahr auch als Vorsitzender – der Teilnehmervertretung des Berufsbildungswerkes. Für Malte Eisenberg ist es wichtig zu zeigen: „Das Gesicht des BBW macht was und vertritt es auch.“ Was ihn dazu motiviert, sich für seine Mitschüler und Azubi-Kollegen zu engagieren? „Ich möchte einmal mit dem Gedanken hier rausgehen, etwas hinterlassen zu haben.“ Mitwirken, mitsprechen, „Sachen anpacken“ – darum geht es ihm. Als Teilnehmervertreter könne man sich besser Gehör verschaffen und die Anliegen der Jugendlichen vorbringen – auch im regelmäßigen Austausch mit der Geschäftsführung.

BBW als gute Chance
Und was hält er selbst vom Berufsbildungswerk? „Ich sehe das BBW als eine gute Chance für Menschen, bei denen es vielleicht privat oder gesundheitlich nicht optimal läuft, Fuß zu fassen und dann mit einer guten Lehre doch ins Berufsleben zu starten.“ Der in Essen geborene und in der Nähe von Offenburg aufgewachsene junge Mann weiß, wovon er spricht. Er hätte auf dem freien Ausbildungsmarkt keine Zukunft gehabt. Die Empfehlung nach dem Hauptschulabschluss: ein Berufsbildungswerk. Seine Wahl fiel dann auf Ravensburg. „Das BBW hier fand ich besser, spannender, schöner und moderner.“ Bereut habe er seine Entscheidung seitdem nie. Dem Vorqualifizierungsjahr Arbeit/Beruf (VAB) folgte eine Ausbildung im BBW-Schreinerzentrum. Jetzt ist er in seinem dritten und letzten Lehrjahr.

Als Moderator auf der Bühne
Eine gute Figur macht Malte Eisenberg übrigens nicht nur in der Ausbildungswerkstatt oder vor der Kamera: Mehrfach stand auch schon mit dem Mikrofon auf der Bühne, um vor dem vollbesetzten Foyer im BBW die Absolventen- und Aufnahmefeiern zu moderieren. „Ich freue mich jedes Mal darüber“, sagt er über diese Auftritte. Das feine Jackett dazu – so berichtet das Liebenauer „Gesicht der Bildung“ – habe er zum Dank für sein Engagement vom Berufsbildungswerk spendiert bekommen. Spätestens im Juli 2018 wird er das gute Teil wieder aus dem Schrank holen – zu seiner eigenen Abschlussfeier.

Der Schreiner-Azubi Malte Eisenberg ist Aushängeschild des Aufgabenbereichs Bildung der Stiftung Liebenau.